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Tipps zum Haus- und Wohnungsverkauf: Darauf sollten Eigentümer achten

By 26. Februar 2018 No Comments

Der Immobilienmarkt boomt seit Jahren, die Preise in den Ballungsgebieten sind hoch wie nie. Wer jetzt sein Haus oder seine Wohnung verkauft, streicht dafür so viel ein wie selten zuvor. Da fällen viele den Entschluss, die Gelegenheit zu nutzen. Stellt sich nur die Frage, wie ein Verkauf eigentlich funktioniert und woran die Eigentümer denken sollten.

Termin mit einem Makler vereinbaren

Ob städtische Gründervilla oder Eigentumswohnung – wer sich Zeit und Arbeit mit dem Verkauf der eigenen Immobilie sparen möchte, sucht sich einen Makler in der nahen Umgebung. Er steht mit Rat und Tat zur Seite. Einfach Termin mit dem gewünschten Fachmann vereinbaren und schauen, welche Vorteile es bringt. Besonders bei schwierigen Eigentümergemeinschaften, wie zum Beispiel im Trennungsfall oder uneinigen Erbengemeinschaften, ist es wichtig, einen neutralen, seriösen Makler einzuschalten. Mit ihm können Verkäufer die gewünschte Kommunikation abstimmten, damit für alle Eigentümer Transparenz im Verkaufsprozess gewährleistet ist. So ist jeder über jeden Schritt informiert. Denn ein Immobilienverkauf ist Vertrauenssache. Als „Mediator“ kann der Makler zwischen den Parteien vermitteln und ist so eine wesentliche Stellschraube für den erfolgreichen Verkauf.

Komplettes Exposé erstellen

Ein Exposé gibt Kaufinteressenten alles Wissenswerte und Entscheidungsrelevante an die Hand. Eigentümer können es selbst mühsam zusammenstellen oder den Makler damit beauftragen. Um die Qualität des Maklers einschätzen zu können, sollten sie sich bereits erstellte Exposés von ihm zeigen lassen. Lage, Verkehrsanbindung, Nähe zu Schulen oder Einkaufsmöglichkeiten müssen daraus ebenso hervorgehen wie Grundstücksgröße, Wohnfläche, Kaufpreis und laufende Betriebskosten. In jedem Fall sollten die Eigentümer vor der Veröffentlichung einen letzten Blick darauf werfen. Denn sie kennen die schlagenden Argumente der Immobilie am besten.

Grundriss besorgen

Außerdem sollte das Exposé einige Unterlagen enthalten. Dazu zählt etwa der Grundriss des Objekts. Er zeigt die Aufteilung der Räume und deren genaue Größe. Den Grundriss erhalten Eigentümer beim Architekten.

Amtliche Auskünfte einholen

Amtliche Auskünfte kann der Makler nur mit Ihrer Erlaubnis einholen. Diese Aufgabe müssen die Eigentümer ohne Makler selbst übernehmen. Beim Grundbuchamt des jeweiligen Amtsgerichts bekommen sie einen Grundbuchauszug. Eine einfache Kopie kostet zehn Euro, eine beglaubigte 15 Euro. Einen Auszug aus der entsprechenden Flurkarte als Kopie erhalten Eigentümer beim Kataster- und Vermessungsamt. Kostenpunkt etwa 20 Euro. Über die Zulässigkeit von Um-, An- und Ausbauten informieren die Bauplanungsämter. Beim Bauamt oder der Stadtverwaltung bekommen Eigentümer die Bauakte für ihre Immobilie. Sie enthält die Baugenehmigung, eine Baubeschreibung, Schnitte, Bauzeichnungen sowie Flächen- und Maßangaben. Die Baulastenauskunft erhalten Eigentümer beim Bauordnungsamt. Baulasten sind zum Beispiel Regelungen über Stellplätze, Freiflächen oder Abstände. Auskünfte kosten 10 Euro, Einträge 100 Euro. Falls die Immobilie unter Denkmalschutz steht, informiert die untere Denkmalschutzbehörde über den aktuellen Status. Wenn sich die Verkäufer nicht darum kümmern wollen, sollten sie sich an den richtigen Makler wenden.

Energieausweis organisieren

In jedes Exposé gehört zudem verpflichtend ein Energieausweis. Es wird zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis unterschieden. Ersterer gibt Auskunft über den tatsächlichen Verbrauch anhand der abgerechneten Werte aus den letzten drei Jahren. Beim Bedarfsausweis werden Dach, Wände, Heizung und Fenster beurteilt. Meist haben Eigentümer zwischen beiden Arten die Wahl. Nur wenn keine drei Abrechnungsperioden vorliegen, etwa bei Neubauten, oder wenn die Immobilie nicht der Wärmeschutzverordnung von 1977 entspricht, ist ein Bedarfsausweis Pflicht. Beauftragen können Eigentümer den Energieausweis nur bei zertifizierten Fachleuten wie Architekten, Bauingenieuren, Bautechnikern, Energieberatern oder Schornsteinfegern. Die Kosten belaufen sich bei einem Verbrauchsausweis auf 50 bis 100 Euro, bei einem Bedarfsausweis auf 400 bis 500 Euro. Bei Eigentumswohnungen liegt der Energieausweis der Hausverwaltung vor. Die Eigentümergemeinschaft kommt dafür auf. Wenn das Haus abgerissen werden soll, es unter Denkmalschutz steht oder eine maximale Nutzfläche von 50 Quadratmetern hat, muss kein Energieausweis vorgelegt werden. Wenn keine der Ausnahme greift, ist der Ausweis Pflicht. Wer trotzdem darauf verzichtet oder einen nicht ordnungsgemäßen vorlegt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro.

Vermietete Immobilie

Wenn eine vermietete Immobilie verkauft werden soll, muss der aktuelle Mietvertrag inklusive eventueller Änderungen in den Verkaufsunterlagen enthalten sein.

Ansprechende Fotos und Videos

In jede Mappe gehören ansprechende Fotos vom Gebäude – innen wie außen. Sie sollten nicht nur von guter Qualität sein, zusätzlich muss die Motivauswahl passen. Denn Bilder können Interessenten auf eine ganz andere Art als Zahlen, Daten und Fakten ansprechen. Fotos vom professionellen Fotografen verschaffen den Interessenten einen besonderen Blick auf die Immobilie.

– Quelle: https://www.ksta.de/29743908 ©2018

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